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17.04.2018, 19:00 Uhr | Übersicht | Drucken
Zukunftsaufgabe Klimaschutz
Was ist der Beitrag des Rhein-Neckar-Kreises?

In Zukunft wird der Rhein-Neckar-Kreis durch eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Kommunen und einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit, die Bürger bei einem erfolgreichen nachhaltigen Wandel des Rhein-Neckar-Kreises begleiten.

Auf Einladung der CDU Plankstadt trafen sich am 17. April interessierte Bürgerinnen und Bürger, um sich über regionale Klimaschutzmaßnahmen zu informieren. Gastredner war Jürgen Obländer, der Betriebsleiter des Eigenbetriebs Bau und Vermögen im Rhein-Neckar-Kreis und somit Zuständiger für die Grundstücks- und Immobilienverwaltung des Kreises.

Gleich zu Beginn stellte er die Bedeutung des Klimaschutzes heraus, durch den der Wirtschaftstandort Rhein-Neckar-Kreis, um weitere nachhaltige Elemente ergänzt werden soll. Der Kreis definiert für sich in diesem Bezug die langfristige Zielsetzung die Treibhausgasemissionen um 20% bis 2020, beziehungsweise um 30% bis 2030 in Bezug auf die Werte von 2010 zu reduzieren. Gleichzeitig soll der Anteil erneuerbarer Energien auf 35% der Stromproduktion im Jahre 2030 angehoben werden.

Der Startschuss, für das zur Umsetzung der oben formulierten Ziele notwendige, Klimaschutzkonzept fiel 2010 mit dem Beschluss des Kreisrates Klimaschutzlinien zu erstellen, die später das Fundament für oben genanntesKonzept bilden sollten. Bereits frühzeitig wurden hierbei die Gemeinden eingebunden und partizipative Elemente, wie beispielsweise Workshops in den Ausarbeitungsprozess integriert. Um die Situation und die sich daraus ergebenden nötigen Maßnahmen besser umsetzen zu können, wurden zahlreiche Potenzialanalysensowohl zur Minderung der CO2-Emissionen, als auch zum Ausbau erneuerbarer Energien erstellt. Dadurch konnten rund 40 Maßnahmen formuliert werden, die heute den Kern des Klimaschutzkonzeptes bilden, diewiederum in drei Bereiche gegliedert werden können.

Der erste Bereich beschäftigt sich mit dem Kreis und seinen Eigengesellschaften und zielt somit beispielsweise auf die langfristige Steigerung der Energieeffizienz der Liegenschaften des Kreises ab. Exemplarisch könnte hierbei das 2013 neu gebaute Verwaltungsgebäude in Weinheim genannt werden, das durch seine Passivhausbauweise deutlich an Heiz- und Kühlungskosten einspart. Ebenfalls wurden neue Standards in Organisation, Beschaffung und Mobilität festgelegt. Diese reichen von der Verwendung von Recyclingpapier, über die Anschaffung von Elektroautos bis hin zur Sensibilisierung der kreiseigenen Mitarbeiter.

Weitere Fortschritte sollen zudem durch die Zusammenarbeit mit den Kommunen, dem zweiten Bereich, angestrebt werden. Mit der 2014 unterzeichneten Kooperationsvereinbarung für den Klimaschutz zwischen dem Kreis und den Kommunen, wurde ein gemeinsames Vorgehen und gegenseitige Unterstützung bei Projektenvereinbart. Im Zuge dieses Übereinkommens erstellte der Rhein-Neckar-Kreis für die Gemeinden kostenlose Emissionsbilanzen, für die sich die Kommunen im Gegenzug verpflichteten bis 2020 ein örtliches Klimaschutzkonzept auszuarbeiten, was es ihnen erlaubt dieses eigenständig auf regionale Besonderheiten auszurichten.

Der dritte Bereich eröffnet Beratungsmöglichkeiten durch die Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur, kurz KliBA, die seit 2012 durch den Eintritt des Kreises zur kreisweiten Agentur wurde. Damit wird Kommunen, Bürgern und Betrieben die Gelegenheit geboten, sich individuell und unabhängig in Fragen der Energiewirtschaft informieren zu können. Praktisch bedeutet dies beispielsweise, dass Bürgern Energiechecks vor Ort angeboten werden und dass sich Firmen in Fragen von Förderprogrammen beraten lassen können, wodurch auch wirtschaftliche Anreize für Nachhaltigkeit aufgezeigt werden.

Generell gilt, dass bei der Umsetzung der Maßnahmen, zuerst solche bedacht werden, die mit möglichst geringem Aufwand einen hohen Grad an Effektivität versprechen. Nachhaltigkeit wird somit mit wirtschaftlichem Pragmatismus in Einklang gebracht. In Zukunft wird der Rhein-Neckar-Kreis durch eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Kommunen und einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit, die Bürger bei einem erfolgreichen nachhaltigen Wandel des Rhein-Neckar-Kreises begleiten.



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